Vorbilder


Gemeinsam zu einer besseren Verträglichkeit von Implantaten

SEZ bringt Universität Heidelberg erfolgreich in europäisches Forschungsprojekt

Als älteste Universität Deutschlands umfasst die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg zwölf Fakultäten, mehr als 30.000 Studierende und über 5.000 Wissenschaftler.

Unterstützung durch das SEZ

Das SEZ brachte die Universität als Forschungspartner in das im 7. Forschungsrahmenprogramm geförderte Projekt IMMODGEL – Lokale Immunmodulation in der Implantatumgebung durch innovative hydrogelbasierte Systeme. Hauptziel des EU-Projekts ist es, die häufigen unerwünschten Immunreaktionen, die Implantationen zur Folge haben, zu vermeiden. IMMODGEL ist auf Zahn- und Kehlkopfimplantate aus Titan fokussiert. Ein innovatives System, welches aus chemischen (Hydrogel) und biologischen Komponenten (Zellen des Immunsystems) besteht, soll diese Immunreaktionen verringern. Das Design soll so anpassungsfähig sein, dass es für beliebige Implantate, medizinische Geräte oder Transplantate eingesetzt werden kann. Das Projekt wurde von der Europäischen Kommission bewilligt und startete im Oktober 2013.

Das Institut für Transfusionsmedizin und Immunologie der Medizinischen Fakultät Mannheim, Universität Heidelberg bringt sein Wissen in den Bereichen Systemimmunologie, Genetik und Immunzellentherapie in das Projekt IMMODGEL ein. Die Abteilung Angeborene Immunität und Toleranz, geleitet von Prof. Dr. Julia Kzhyshkowska, ist weltweit führend im Bereich der Vielfalt und Plastizität von Makrophagen. Die Teilnahme am IMMODGEL-Projekt bietet eine ideale Gelegenheit, die neuesten Erkenntnisse im Bereich der angeborenen Immunität in die klinische Praxis zu übersetzen.

Zusammen mit weiteren Partnern des Konsortiums wird das Institut Studien durchführen, um die Entzündungsreaktionen auf Implantate zu identifizieren sowie die optimalen Bedingungen für die Gestaltung des neuen therapeutischen Zell-basierten Systems zu bestimmen. Als Ergebnis werden eine Verringerung der Kosten für Implantationen und eine Verbesserung des Wohlbefindens der Patienten erwartet.

Die Universität profitiert von der Beteiligung an dem Projekt in zweierlei Hinsicht. Auf der einen Seite erhält sie europäische Fördermittel von nahezu einer Million Euro über einen Zeitraum von vier Jahren, so dass intensive Forschungsaktivitäten sowie der Kauf der neuesten Geräte möglich gemacht werden. Auf der anderen Seite profitiert sie von einer engeren Zusammenarbeit mit den anderen Projektpartnern: die Universität wird ihr Know-how in diesem Bereich erweitern und enge Beziehungen zu den anderen europäischen Forschungspartner im Projekt aufbauen. Diese Zusammenarbeit bietet der Universität Heidelberg neue Patent-und Publikationsmöglichkeiten sowie die Stärkung ihrer Reputation in der internationalen Forschungsgemeinschaft.

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